Notruf und Sicherheit auf der Alpenüberquerung – so gehst du vor

Bevor du deine Schuhe schnürst und dich auf den Weg über die Alpen machst, lass uns ein ernstes Wörtchen über die Sicherheit reden. Die Alpen sind nicht nur atemberaubend schön, sondern können auch ziemlich unberechenbar sein. Deshalb ist es wichtig, dass du weißt, wie du im Notfall reagieren solltest.

Grundlagen des Notrufs

Mal angenommen, du stolperst nicht nur über deine eigenen Füße, sondern gerätst wirklich in eine brenzlige Situation. Wichtig ist: Ruhe bewahren! Dein Handy wird zu deinem besten Freund. Um einen Notruf abzusetzen, wähle die 112 – das funktioniert europaweit und kostet nichts. Um es dem Rettungsteam leichter zu machen, beantworte die W-Fragen: Gib genau an, wo du dich befindest, wer du bist, was passiert ist, wie viele Personen Hilfe benötigen und wann der Unfall passiert ist. Und wichtig, nicht auflegen, bevor dir gesagt wird, dass alles klar ist.

Tipp: Speichere vor deiner Wanderung wichtige Notfallnummern in deinem Handy ab. So hast du im Ernstfall schnellen Zugriff darauf, ohne suchen zu müssen.

Das Alpine Notsignal

Solltest du in einer Situation sein, in der du kein Handy verwenden kannst (ja, das kann passieren!), ist das Alpine Notsignal dein Weg, um auf dich aufmerksam zu machen. Gib sechs Mal pro Minute ein sichtbares oder hörbares Signal – zum Beispiel durch Rufen oder Lichtsignale. Warte dann eine Minute und wiederhole das Signal, bis Hilfe eintrifft.

Positionsangaben sind Gold wert

Du kennst deine Position? Perfekt! Denn genaue Angaben können Leben retten. Nutze GPS-Koordinaten, wenn möglich. Kein GPS? Orientiere dich an markanten Punkten oder Hüttennamen. Je genauer du deine Position beschreibst, desto schneller kann dir geholfen werden.

Notruf-App „SOS EU ALP“

Zusätzlich zur klassischen Notrufnummer solltest du die Notruf-App „SOS EU ALP“ auf deinem Smartphone haben. Diese App wird unter anderem vom Deutschen Alpenverein empfohlen. Die App übermittelt direkt deine GPS-Koordinaten an die Rettungsleitstelle – das kann im Ernstfall ein echter Lebensretter sein!

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Was passiert nach dem Notruf?

Du hast nun den Notruf abgesetzt und fragst dich, was jetzt passiert? Die Leitstelle nimmt deinen Anruf entgegen und alarmiert die nächstgelegene Rettungsstelle. Je nach Situation kommen Bergrettung, Hubschrauber oder sogar die Hundestaffel zum Einsatz. Bleib, wo du bist, und mach dich sichtbar. Schwenke etwas Buntes oder leuchte mit deiner Stirnlampe, wenn es dunkel ist.

Warte geduldig auf Hilfe

Ich weiß, Warten kann nervtötend sein, besonders wenn du allein und möglicherweise verletzt bist. Aber Hilfe ist unterwegs! Vermeide unnötige Bewegungen, die deine Situation verschlimmern könnten. Und falls du mit Freunden unterwegs bist: Ein guter Witz oder zwei können die Stimmung erheblich verbessern.

Nicht an der Notfallausrüstung sparen

Bevor du losziehst, packe deine Notfallausrüstung. Ja, das zusätzliche Gewicht nervt, aber ein Erste-Hilfe-Set, eine Rettungsdecke, eine Stirnlampe, eine Powerbank und eine Pfeife können entscheidend sein.

Informiere außerdem jemanden über deine Route und den erwarteten Ankunftszeitpunkt. Besser safe als sorry!

  • Europaweiter Notruf: 112
  • Österreichischer Alpin-Notruf: 140
  • Italienischer Alpin-Notruf: 118
  • Notruf-App „SOS EU ALP“: Download für iOS / Download für Android
  • Deutscher Alpenverein Notfallinformationen: Homepage
  • Italienischer Alpenverein Notfallinformationen: Homepage

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